Limmat ART WALK

«Alle Farben der Langsamkeit erleben» – so hatte Hamish Fulton seinen «Limmat ART WALK» angekündigt. 164 Spaziergängerinnen sind dem Aufruf des britischen Künstlers gefolgt und in zwei Gruppen während zwei Stunden 1700 Meter der Limmat entlangspaziert. Schweigend, mit bedächtigen Schritten, aus der Stadt ins Grüne, aus dem Grünen in die Stadt.

Zwar mag die langsame Bewegung den einen oder anderen anfänglich etwas befremdet haben. Mit der Zeit aber erlebten die Flaneure «eine schöne Entschleunigung», einen inneren, sehr persönlichen Prozess, in dem jeder sich und seine Umwelt individuell wahrnimmt und doch das Erlebnis mit den Mitwandernden teilt.

Hamish Fulton macht seine Walks seit über 30 Jahren und hat sie vor seinem «Limmat ART WALK» auf allen Kontinenten und in den verschiedensten Klimazonen realisiert – von der Wärme des iberischen Inlands bis zur Kälte des Mount Everest. Die Natur und das Erleben der Natur bilden dabei seine zentralen Themen. Seine Erfahrungen verarbeitet er in seinen Werken auf der Grundlage von Aufzeichnungen, die er auf den Wanderungen macht. Fultons Anliegen ist es, die ursprüngliche und unmittelbare Beziehung des Menschen zur Erde in ihrer Vielfalt in eine allgemeingültige Form zu übertragen. Hamish Fulton zählt zu den bedeutendsten konzeptuellen Künstlern der Gegenwart. Seine Werke werden in den wichtigsten internationalen Museen ausgestellt, unter anderem in der Tate Britain in London, im Centre Pompidou in Paris und in der Ikon Gallery, Birmingham.